Die Rolle der Frau wird ausgeblendet

Im Friedensprozess kämpfen die Frauen Afghanistans für den Erhalt ihrer Rechte. Sie appellieren an die Regierung und suchen internationale Unterstützung.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Afghanistan sind Frauen. Doch in der Überzeugung der Taliban sind Frauen geistig und körperlich den Männern nicht ebenbürtig. Nach dem Zusammenbruch ihres Regimes im Jahr 2001 standen Frauen neben Männern. Seitdem waren sie in Afghanistan in den Bereichen Soziales, Bildung, Politik, Wirtschaft und Kultur aktiver.

Afghanische Mädchen im Schulunterricht – Unter der Herrschaft der Taliban nicht möglich

Frauen hatten zuvor in den Jahrzehnten des Krieges in Afghanistan keinerlei Rechte. Ihre Rechte auf Freiheit, Bildung und ein Teil der Gesellschaft zu sein wurden eingeschränkt.  Dennoch kämpften sie dafür, dass sie das Recht haben, Teil der Regierung und der Politik zu sein. Die im Jahr 2004 verabschiedete Verfassung besagt: „Jede Art von Diskriminierung zwischen den Bürgern Afghanistans ist verboten. Die Bürger Afghanistans – ob Mann oder Frau – haben vor dem Gesetz die gleichen Rechte und Pflichten. “

Heutzutage sind die Friedensverhandlungen zwischen Taliban-Führern und den Vereinigten Staaten von Amerika ein Risiko für afghanische Frauen. Sie haben Angst, ihre Rechte erneut zu verlieren, wenn die Taliban Teil der Regierung werden. Kürzlich haben Frauen und Aktivistinnen für Frauenrechte in Afghanistan gemeinsam eine Kampagne in den sozialen Medien gestartet, unter dem Namen „Wir werden nicht zurückkehren“. Mit dieser Kampagne sagen die Frauen klar, dass sie nicht in die Zeit zurückwollen, als sie während des Taliban-Regimes keine Rechte hatten.

Zukunft ungewiss:  doch die Frauen in Afghanistan führen ihren Kampf für Gleichberechtigung weiter

Die Intensivierung der Friedensgespräche in Afghanistan ist für Frauen mit der Angst vor dem Verlust ihrer Rechte verbunden. Frauen und Frauenrechtlerinnen in Afghanistan suchen Hilfe bei der afghanischen Regierung und den Vereinten Nationen. Sie wollen, dass alle Regierungen und Völker weltweit sie unterstützen und nicht allein lassen. Ihre Rechte müssen jetzt und nach den Friedensverhandlungen in Afghanistan geschützt werden.

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