Integration durch Kunst

Im Iran wurden viele meiner Werke verboten. Als Künstlerin will ich jetzt persische Kultur vermitteln, aber mich auch durch Einflüsse meiner neuen Heimat weiterentwickeln.

Wegen Kinderbildern wie diesen, welche Mädchen ohne Kopftuch zeigen, wurde meine Kunst im Iran zensiert.

Ich wurde in Qazvin geboren, einer historischen Stadt und Hauptstadt der Kalligraphie im Iran. Ich habe ein besonderes Interesse an Kunst und Design seit meiner Kindheit. Während dieser Zeit probierte und malte ich bereits sehr viel. Mein Interesse wuchs im Laufe der Zeit und nahm eine neue Form und Richtung an. Ich verfolgte meine Hochschulausbildung in der kreativen Richtung. Damals begann ich auch künstlerische Aktivitäten zu lehren und zu erforschen. Seit 15 Jahren präsentiere ich zahlreiche Arbeiten zu verschiedenen Techniken. Diese Techniken werden in Form von Ölfarbe, Acrylfarbe, Aquarell, Buntstift und Pastell, Ritztafel, Collage, Patina und Kupferstich präsentiert. In jeder dieser Techniken konnte ich ein Buch veröffentlichen, um die visuellen Künste allen Altersgruppen näher zu bringen.

Leider konnte ich in meinem Land nur ein Buch aus meiner Büchersammlung veröffentlichen. Opposition und Zensur, die ein Hindernis der Regierung darstellen, zwingen die meisten Künstler zur Selbstzensur. Leider entsprachen die von mir geschaffenen Bilder nicht den staatlichen und religiösen Normen. Daher konnte ich den Menschen nicht mehr meiner Bücher zeigen.

Ich versuche persische und europäische kulturelle Einflüsse in meinen Bildern zu spiegeln.

Kunst ist aber nicht auf Grenzen beschränkt. Die Schöpfung der Kreativität und des Geistes eines Künstlers kann nicht einfach definiert oder eingeschränkt werden. Bedauerlicherweise gibt es im Iran Filter von Regierungs- und Regimebehörden für die Veröffentlichung von Werken. Auch die für Kinder und Jugendliche geschaffenen Werke sind nicht vor der Zensur sicher. Beispielsweise sollten alle Bilder nach religiösen Gesetzen äußerst bescheiden sein. Sogar Kunstausstellungen werden für den öffentlichen Besuch streng kontrolliert. Alle Bilder in einer Galerie sollten nicht außerhalb der islamischen Normen liegen. Viele meiner Kunstausstellungen wurden aus diesen extremen Gründen leider abgesagt. All diese Einschränkungen stören den Künstler und lassen das Kunstwerk immer weniger werden, bis der Pinsel des Künstlers auf der Leinwand trocken wird.

Zu diesem Zweck bin ich in ein Land mit offenen Perspektiven eingewandert, um eigene und aufgeschlossene Werke zu schaffen. Diese sollen dem Publikum sowohl mich selbst, als auch die alte und reiche Kunst des Iran, präsentieren. Eines meiner Hauptziele ist es, die persische Kunst in den westlichen Ländern vorzustellen und auch die kulturelle Kunst zu integrieren. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Integration neuer Ideen immer zu einem besseren Ergebnis führt.

Einige meiner Werke konnte ich im Iran wegen der Zensur gar nicht veröffentlichen.

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