Arbeitsmarkt: Wissenswertes für den Anfang

Welche Formen der Beschäftigung gibt es in Deutschland?

Zunächst wird in abhängige Beschäftigungen und selbständige Tätigkeiten unterschieden. Eine abhängige Beschäftigung heißt, eine Person ist in einem Angestelltenverhältnis mit einem/r ArbeitgeberIn. Die Beschäftigung kann sowohl befristet, also auf einen Zeitraum begrenzt, oder unbefristet sein. Abhängige Beschäftigungen können in Form von Vollzeit- (38-40h/Woche) oder Teilzeitarbeit (weniger als 38h/Woche) vorkommen. Auch geringfügige Beschäftigungen, also wenige Stunden pro Monat, wie zum Beispiel Minijobs zählen zu abhängigen Beschäftigungen. In einem Minijob verdient man maximal 450 Euro im Monat und der/die ArbeitgeberIn übernimmt die Sozialversicherung.

Selbständige Tätigkeiten können freiberuflich oder gewerblich sein. In einer freiberuflichen Tätigkeit bietet der/die Selbständige Dienstleistungen für AuftraggeberInnen an. Eine gewerbliche Tätigkeit ist planmäßig, von Dauer und erzielt Gewinn, wie zum Beispiel ein Restaurant oder Ähnliches.

Weitere Formen der Beschäftigung sind Zeit- und Saisonarbeit. Zeitarbeit heißt, eine Person steht in einem Angestelltenverhältnis mit einer Firma, die einen befristet in anderen Firmen einsetzt. Saisonarbeit bedeutet eine Person arbeitet für einen Zeitraum in dem bestimmte Arbeiten, wie zum Beispiel die Ernte, anfallen.

Welche Strategien helfen bei der Arbeitssuche?

Jobs kann man auf verschiedene Arten und Weisen finden. Neben Stellenbörsen im Internet, Zeitungen und Fachzeitschriften, bietet es sich immer an initiativ auf Unternehmen zu zugehen. Das kann über die jeweiligen Webseiten oder auf Jobmessen von Mensch zu Mensch passieren. Eine persönliche Vorstellung, auch zum Beispiel über Telefon, ist oftmals erfolgreicher und stellt gleich den Kontakt zu möglichen ArbeitgeberInnen her.

Auch die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder private Personaldienstleistende können bei einer Jobvermittlung hilfreich sein. Sie legen in der Regel ein Profil an, auf das die suchende Person genau wie potentielle ArbeitgeberInnen zurückgreifen können.

Nicht zu vergessen sind persönliche Kontakte, also Freunde, Nachbar, Vereine usw., sie wissen möglicherweise über freie Stellen Bescheid oder können zumindest Augen und Ohren offenhalten.

Zwei Frauen, die Hijab tragen, sitzen über einer Mindmap und erstellen ein Konzept.
Foto: Husniati Salma

Was gehört in eine Bewerbung?

Eine Bewerbung folgt in der Regel festen Kriterien und besteht aus mehreren Teilen. Zentraler Bestandteil ist das Anschreiben in Briefform, in dem der/die BewerberIn erklärt warum er/sie sich bewirbt und welche Qualifikationen er/sie mitbringt. Dabei sollte konkret auf die jeweilige Stellenanzeige bzw. die gewünschte Arbeit eingegangen werden. Ebenso wichtig wie das Anschreiben ist der tabellarische Lebenslauf, eine Übersicht zu persönlichen Daten, Berufserfahrung und Qualifikationen. Nachweise wie Abschlusszeugnisse, Arbeitszeugnisse und Zertifikate ergänzen Anschreiben und Lebenslauf. Optional kann ein Bewerbungsfoto beigefügt werden.

Genauere Angaben zu den Anforderungen von Bewerbungen findet man im Internet, zum Beispiel auf: https://www.arbeitsagentur.de/erfolgreich-bewerben/bewerbung-schreiben

Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es?

Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter führen Berufsberatungen durch. Die Bundesagentur für Arbeit hat zu dem ein breites digitales Angebot zur selbständigen Orientierung. Verschiedene Migrationsberatungen und das Projekt Resque continued führen Beratungen für Geflüchtete in Sachsen beim Zugang in Arbeit und Ausbildung durch. Jugendmigrationsdienste bieten Beratungen für Menschen bis 27 Jahre an, die Jugendberufsagentur Beratungen bis zu einem Alter von 25 Jahren.

Zur Orientierung für ein Studium an Hochschulen helfen die zugehörigen Studienberatungen bzw. International Offices und der regionale Jugendmigrationsdienst.

Quelle: Franziska von Bibra, Claudia Poldrack, und Monique Höhne. „Arbeit in Sachsen.“ Eine Hilfestellung auf dem Weg in die Berufstätigkeit für Zugewanderte. Herausgeber: IQ-Netzwerk Sachsen. Juni 2018.

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