Kulturkalender – Teil 2

Die Gestaltung dieses Kulturkalenders macht uns mit den Kulturen und Ritualen der anderen vertraut. Er zeigt die Solidarität und Reife der menschlichen Gesellschaft. Die Sprache des Bildes spricht immer alle Dimensionen unserer Welt an, mit denen man sich leicht verständigen kann. Sie vermittelt die darin enthaltene Botschaft mit all ihrer Existenz.

Islamisches Neujahr im Juli

Das neue Hijri-Mondjahr, auch bekannt als das islamische Neujahr, ist der erste Tag des neuen Jahres im Mondkalender. Der erste Tag von Muharram wird als der erste Tag des Jahres gezählt. Der Ursprung dieses Jahres ist die Wanderung des Propheten des Islam, Mohammed, von Mekka nach Medina im Jahre 622 n. Chr. Alle religiösen Pflichten der MuslimInnen, einschließlich Beten, Fasten während des Ramadan, Hadsch, und die Geschichte wichtiger Ereignisse, wie die Nächte von Ghadr und andere Zeremonien, werden nach dem Mondkalender berechnet.

Der Internationale Jugendtag im August

Der Internationale Jugendtag (IJT) ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Tag der Sensibilisierung. Zweck des Tages ist es, die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Reihe kultureller und rechtlicher Fragen rund um die Jugend zu lenken. Der erste IJT wurde am 12.
August 2000 begangen.

Neujahr der Juden im September

Nach einigen jüdischen Erzählungen ist Rosh Hashana, oder der Tag des hebräischen Neujahrs, der Tag der Erschaffung Adams, an dem das Schicksal jedes Geschöpfes im neuen Jahr bestimmt wird. Der Neujahrstag
wird in Israel und anderen Teilen der Welt, in denen Menschen jüdischen
Glaubens leben, gefeiert. Mit ihm beginnen Zehn Tage der Ehrfurcht, die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden. Er findet im September oder zu Beginn des Oktobers statt, da sich auch der jüdische Kalender am Mond orientiert und sich die Anzahl der Tage pro Monat leicht verändern.

Danksagung im Oktober

Thanksgiving Day ist in den Vereinigten Staaten und in Kanada ein Nationalfeiertag. An diesem Tag feiern die Menschen am Ende der Erntesaison ein Erntedankfest. In den Vereinigten Staaten wird Thanksgiving am vierten Donnerstag im November und in Kanada am zweiten Montag im Oktober gefeiert. Die Thanksgiving-Feier ist in den religiösen und kulturellen Überzeugungen der Menschen verwurzelt. Ähnliche Feiern finden auch in anderen Teilen der Welt statt.

Diwali im November

Diwali ist ein fünftägiges Hindu-Festival, das in ganz Indien stattfindet und bis in prähistorische Zeiten zurückreicht. Das Fest, das auf dem indischen Kalender basiert, beginnt am 15. Tag von Karthago. Diwali kommt von dem Wort Deepavali – Deepa (Licht), Avali (Reihe oder Schlange) – und bedeutet Lichterkette. In den Tagen vor dem Fest werden alle Häuser, von den ärmsten Hütten bis zu den nobelsten Palästen, geputzt und aufgeräumt und mit orangefarbenen Lichtern und Laternen beleuchtet, um Lakshmi Diya, die Göttin des Reichtums und Erfolgs, zu begrüßen.

Die Laterne, oder Deep, ist ein Symbol des Wissens. Auf den Boden, den Hof und die Türen der Häuser malen Frauen mit buntem Pulver farbenfrohe, traditionelle Rangoli Muster. Diese Gemälde sollen die Götter grüßen. Das Diwali-Fest wird in fast allen Teilen Indiens in großem Stil gefeiert und ist ein Auftakt zum neuen Jahr. Diwali wird auch in Ländern wie Thailand, Trinidad, Siam und Malaya praktiziert – mit einigen Unterschieden.

Jalda-Nacht im Dezember

Die Jalda-Nacht, die als eine der heiligen Nächte im antiken Iran gilt, wurde seit 502 v. Chr. während der Herrschaft von Darius I. offiziell in den Kalender der antiken IranerInnen aufgenommen. Die Menschen der fernen Vergangenheit, deren Landwirtschaft die Grundlage ihres Lebens war, führten ihre Arbeit und ihre Aktivitäten mit der Rotation der Sonne und dem Wechsel der Jahreszeiten durch. Sie stellten sich auf die Kürze von Tag und Nacht sowie auf die Bewegung der Sterne ein.

Alte Völker, darunter auch die arischen Stämme aus dem Indo-Iran, stellten fest, dass der kürzeste Tag der letzte Tag des Herbstes war. Die Dunkelheit repräsentierte den Teufel und somit war die längste Nacht für die IranerInnen elendig. Sie zündeten Feuer an, um die Dunkelheit und die dämonischen und bösen
Wesen zu vernichten. Die Menschen versammelten sich und verbrachten
die Nacht zusammen, um zu essen, zu trinken, zu tanzen und zu reden. Die Feierlichkeiten finden zu Ehren von Ormazd und Mehr oder Khorshid
(Sonne) statt.

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