Studium und dann?

Das Projekt InTUCgrate des Career Service an der TU Chemnitz unterstützt geflüchtete und internationale Studierenden durch die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse und der Vermittlung von Ehrenämtern bei ihrem Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt.

Studierende in einem Kurs.
Foto: Sam Balye via Unsplash

Der Career Service der TU Chemnitz bietet verschiedene Angebote, um AkademikerInnen auf den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten und sie mit potentiellen ArbeitgeberInnen zu vernetzen. Seit dem Sommersemester 2020 wird auch das Projekt InTUCgrate angeboten. „Das Projekt adressiert grundsätzlich alle internationalen Studierenden der Technischen Universität Chemnitz. Ganz besonders freuen wir uns dabei, geflüchtete Studierende zu unterstützen.“, so der Projektkoordinator André Claren. Hauptziel sei es die Studierenden durch verschiedene Angebote auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Um auf eben diesem erfolgreich zu sein, wollen wir essenzielle Grundlagen, wie Sprachkenntnisse und überfachliche Kompetenzen, auf- und ausbauen.“

Zweimal wöchentlich wird dafür das „Language Lunch“ angeboten. „Hier bietet sich allen Interessierten die Möglichkeit, ihre Deutsch- und Kommunikationsskills zu verbessern sowie neue Kontakte zu knüpfen. Muttersprachler sind aber auch herzlich eingeladen, hier ehrenamtlich als Sprachcoach zu unterstützen.“, erklärt André Claren. Abgesehen von der Verbesserung und Anwendung von Deutschkenntnissen, werden auch ehrenamtliche Tätigkeiten an die TeilnehmerInnen vermittelt: „Neben dem persönlichen Mehrgewinn, jemandem zu helfen, kann auch dies den Spracherwerb, den Ausbau des persönlichen Netzwerkes und das Erlangen weiterer hilfreicher Fähigkeiten unterstützen.“

Für besonders motivierte und engagierte Studierende werden zudem in den Semesterferien zweiwöchige Sprachkurse angeboten. „Diese bauen auf bereits vorhandenen soliden Sprachfähigkeiten auf und sollen konkret auf das Arbeitsleben in Deutschland vorbereiten.“, so der Projektkoordinator. Für den Sprachkurs sollen Deutschkenntnisse auf mindestens B1-Niveau vorliegen. Da die TeilnehmerInnenzahl auf 12 begrenzt ist, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Zur Bewerbung müssen ein Nachweis über Deutschkenntnisse, eine aktuelle Leistungsübersicht sowie ein Motivationsschreiben in Deutsch oder Englisch inklusive der Angabe des Herkunftslandes eingereicht werden. Im Sprachkurs werden dann wichtige Bereiche für den Beruf, wie z.B. Bewerbungsgespräche, Geschäftskorrespondenzen, Meetings, Telefonate oder Kundengespräche, vermittelt.

Trotz Covid-19 konnte das Projekt im Sommersemester 2020 starten. „Wie wir in anderen Projekten gelernt haben, ist die soziale Komponente vieler Angebote essenziell für deren Erfolg. Im vergangenen Sommersemester verlagerten sich diese Treffpunkte in Webräume. Kaum jemand ist aber damit vertraut, auf diese Weise Kontakte aufzubauen. Trotz alldem sind wir sehr zufrieden und begeistert über diejenigen Teilnehmer, die ihre Motivation und Willenskraft so offen zeigen und den vollen Erfolg unseres ersten Sprachkurses, der trotz der Umstände in Persona stattfinden konnte.“, erklärt André Claren.

Aufgrund der aktuellen Lage findet das Language Lunch online statt, Termine und der Link zum Webroom stehen auf der Webseite des Projekts. Der nächste Sprachkurs soll voraussichtlich im März 2021 stattfinden.

Schreibe einen Kommentar